Kosten

Was kostet eine Solaranlage in der Schweiz wirklich?

Veröffentlicht am 18. Januar 2025 · 8 Min. Lesezeit

Die Frage nach den Kosten ist verständlicherweise die erste, die sich jeder stellt, der über eine Solaranlage nachdenkt. Die gute Nachricht: Solaranlagen sind in den letzten Jahren drastisch günstiger geworden. In diesem Artikel schlüsseln wir transparent auf, was eine Solaranlage in der Schweiz tatsächlich kostet — und wie sich die Investition rechnet.

Die Gesamtkosten im Überblick

Eine typische Solaranlage für ein Einfamilienhaus in der Schweiz kostet zwischen CHF 15'000 und CHF 30'000. Die genauen Kosten hängen von verschiedenen Faktoren ab: der Grösse der Anlage, der Qualität der Komponenten, dem Dachtyp und der Komplexität der Installation.

Für eine durchschnittliche Anlage mit 10 kWp können Sie mit etwa CHF 20'000 bis CHF 25'000 rechnen. Das entspricht einem Preis von rund CHF 2'000 bis CHF 2'500 pro kWp installierter Leistung — inklusive aller Komponenten und der Montage.

Kostenaufschlüsselung

Die Kosten einer Solaranlage setzen sich aus verschiedenen Komponenten zusammen. Hier eine typische Aufschlüsselung für eine 10-kWp-Anlage:

Förderungen reduzieren die Kosten erheblich

Die effektiven Kosten sind deutlich niedriger als die Brutto-Investition. In der Schweiz profitieren Sie von mehreren Fördermechanismen:

Die Einmalvergütung (EIV) des Bundes ist die wichtigste Förderung. Sie besteht aus einem Grundbeitrag plus einem leistungsabhängigen Beitrag. Für eine 10-kWp-Anlage erhalten Sie typischerweise CHF 3'000 bis CHF 4'000 zurück.

Zusätzlich können Sie die Investitionskosten bei den Steuern abziehen. Je nach Kanton und Steuersatz ergibt das eine weitere Reduktion von CHF 3'000 bis CHF 8'000. In vielen Kantonen gibt es darüber hinaus kantonale Zusatzförderungen.

Insgesamt können Förderungen und Steuerabzüge die effektiven Kosten um 30 bis 40 Prozent reduzieren. Eine Anlage, die brutto CHF 22'000 kostet, kann netto auf CHF 13'000 bis CHF 15'000 sinken.

Die laufenden Kosten

Solaranlagen sind nahezu wartungsfrei, aber komplett kostenlos ist der Betrieb nicht. Rechnen Sie mit etwa CHF 200 bis CHF 400 pro Jahr für Versicherung, gelegentliche Reinigung und Monitoring. Der Wechselrichter muss nach ca. 15 Jahren ersetzt werden (CHF 2'000 bis CHF 3'000).

Wann amortisiert sich die Investition?

Die Amortisationszeit hängt vom Eigenverbrauchsanteil und den lokalen Strompreisen ab. Bei einem Eigenverbrauch von 30 bis 40 Prozent und den aktuellen Schweizer Strompreisen liegt die Amortisation bei 10 bis 14 Jahren. Mit einem Batteriespeicher kann der Eigenverbrauch auf 60 bis 80 Prozent gesteigert werden, was die Amortisation beschleunigen kann.

Nach der Amortisation produziert Ihre Anlage über 10 bis 15 weitere Jahre praktisch kostenlosen Strom. Über die gesamte Lebensdauer betrachtet, erzielen Sie eine Rendite von 5 bis 8 Prozent pro Jahr — deutlich mehr als die meisten konservativen Geldanlagen.

Zusatzkosten: Batteriespeicher

Ein optionaler Batteriespeicher kostet zusätzlich CHF 8'000 bis CHF 15'000, je nach Kapazität. Er ermöglicht es, den tagsüber produzierten Strom auch abends und nachts zu nutzen. Ob sich ein Speicher finanziell lohnt, hängt von Ihrem Verbrauchsprofil und den lokalen Vergütungssätzen ab. In vielen Fällen verbessert ein Speicher die Gesamtwirtschaftlichkeit, besonders bei hohem Abendverbrauch.

Fazit: Solar rechnet sich

Eine Solaranlage ist keine günstige Anschaffung, aber eine der rentabelsten Investitionen, die Sie als Hausbesitzer tätigen können. Mit Förderungen, Steuerabzügen und sinkenden Stromkosten amortisiert sich die Anlage in 10 bis 14 Jahren — und produziert danach jahrzehntelang nahezu kostenlosen Strom. Der erste Schritt? Berechnen Sie Ihr individuelles Sparpotenzial!

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